Am Freitag war ich zum ersten Mal auf einem von Erasmus organisierten Festl in einer Diskothek und ich muss sagen, dass der Eindruck, den dieser Abend zunächst hinterlassen hat, nicht sonderlich berauschend war.
Die Diskothek war unheimlich laut, was mich jedoch weniger gestört hat, als die aufdringlichen Männer, die eigentlich nur auf Aufriss aus sind. Das einzige Ziel jener, die auf Erasmus Parties gehen ist es jemanden abzuschleppen. Obwohl mir das eigentlich schon klar war, hätte ich nicht gedacht, dass es so heftig werden würde. Sobald man jedoch erwähnt, dass man einen Freund hat, ziehen die Männer jedoch schneller von Dannen als man schauen kann.
Wie auch immer denk ich, dass ich wohl nicht all zu oft auf Erasmus Parties, zumindest jenen, die in Diskos sind, zu finden sein werde...
Im Endeffekt muss ich aber zugeben, dass aus einem zuerst mühsamen Abend eine doch sehr witzige Nacht wurde.
Im Endeffekt muss ich aber zugeben, dass aus einem zuerst mühsamen Abend eine doch sehr witzige Nacht wurde.
Der Abend hat damit begonnen, dass Anna und ich nach einer Verkleidung für den Abend gesucht haben, da es eine Faschingsparty war. Wir haben uns dann dazu entschieden uns als Pasta zu verkleiden, nachdem wir hier ja keine Verkleidung haben! Zu dem Zweck haben wir uns Nudel Ohrringe gebastelt, Ketten und Armbänder gemacht und Pasta in die Haare verwickelt. Die Fingernägel haben wir rot gefärbt, wir waren nämlich "al pomodoro" und die Augen grün geschminkt - das Basilikum darf natürlich auch nicht fehlen... Wir hatten jedenfalls viel Spaß beim Basteln und herumprobieren.
Nachdem wir in dem Lokal angekommen waren - Anna hat uns einen cavalieri organisiert, der uns zum Lokal gebracht hat, um uns 1 Stunden Fahrzeit zu ersparen - hab ich schnell gemerkt, dass diese Parties doch etwas anstrengend sind. Ich bin aber mit einem Italiener ins Gespräch gekommen, der nicht gleich davon gerannt ist, als ich von meinem Freund erzählt hab. Wir sind rausgegangen und haben eine Stunde über Gott und die Welt geredet, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, weil ich gemerkt hab, dass sogar im Laufe des Gesprächs mein Italienisch etwas fließender wurde. Irgendwann kam meine Freundin Anna und fragte mich, ob ich Lust hätte ein Cornetto zu essen, Fabrizio, ein kleiner Italiener, der bei der Erasmus Organisation arbeitete, würde uns hinführen.
So wie es in Wien nach dem Fortgehen üblich ist einen Käsekrainer zu kaufen, isst man in Italien nach rauschenden Nächten "Cornetti", also Kipferl.
Ich wär ja nicht die Christina hätte ich nein zu Kipferln in der Nacht gesagt, vor allem jene mit Schokolade gefüllt, wie es uns Fabrizio versprach.
Wir machten uns also mit seinem Auto auf den Weg zu Station Nummer 1 - einer kleinen Cornetto Bar in der Nähe der Piazza Reppublica. Er parkte sein Auto in einer farblosen Straße, die ausgestorben schien. Doch an einer unscheinbaren Hauswand standen auf ein Mal ziemlich viele Leute, die wie ich dann später sehen konnte, alle durch eine kleine Tür hinunter in den Keller eines "Cornetto Notte" wollten, um dort ein frisches Kipferl oder sonst eine Süßigkeit bzw. Pizza zu essen. Ich fühlte mich wie bei Harry Potter, wo an irgendwelchen Hausmauern Türen erscheinen hinter denen sich magische Welten befinden. Und magisch ist die Welt der Cornetti allemal. Unten in der Bar angekommen, konnte man direkt in die Küche sehen und all die guten Leckereien erspähen. Wir mussten schnell bestellen, wobei es mir schwer viel mich zu entscheiden, Fabrizio lud uns ein und wir setzten uns an einen Tisch, um den Traum aus Teig und Nutella zu essen - ich hab leider vergessen wie es heißt, aber ich denke nicht, dass dies das letzte Mal sein würde, dass ich in dieser Bar war. Spätestens, wenn die Colleen kommt, werde ich dort wieder hingehen ;) (für Colleen: Hätte dich gern vernascht zu Fasching - für alle, die es nicht wissen: Colleen ist eine Steinbock Kumpanin, die sich zu Fasching als lebende Süßigkeit verkleidet hat)
Nachdem wir fertig waren, brachte uns Fabrizio mit seinem Auto zu noch zwei anderen Nacht-Bars, die Kipferl verkauften, aber nicht so unscheinbar waren wie die erste. Nach der dritten Bar, also nach dem dritten Kipferl nannte uns Fabrizio nur mehr "Cornette austriache" - also österreichische Kipferln.
Schließlich brachte er uns nach Hause und wir fielen wohlgesättigt ins Bett und freuten uns über unser nächtliches Abenteuer.
Am nächsten Morgen als ich die Fensterläden hochzog, entdeckte ich einen "Cornetto Notte". Bin auf jeden Fall beruhigt, falls mich in der Nacht Hypoglykämie überkommt :)
Aja und falls mich in der Nacht auch die Lust überkommen sollte, Blumen zu kaufen, so gibt es auch um die Ecke vor der Kirche Santa Croce in Gerusalemme einen Blumenstand, der Tag und Nacht offen hat, wobei Anna und ich damit spekulieren, dass man dort vielleicht mit einem Aufzug irgendwo ins Unterirdische fahren kann und Drogen gedealt werden...
Ich werd mir auf jeden Fall morgen eine Topfpflanze zulegen, damit mein Balkon nicht zu leer ist - ich sollt nur aufpassen, dass ich nicht zu Marihuana greife...
Aja und falls mich in der Nacht auch die Lust überkommen sollte, Blumen zu kaufen, so gibt es auch um die Ecke vor der Kirche Santa Croce in Gerusalemme einen Blumenstand, der Tag und Nacht offen hat, wobei Anna und ich damit spekulieren, dass man dort vielleicht mit einem Aufzug irgendwo ins Unterirdische fahren kann und Drogen gedealt werden...
Ich werd mir auf jeden Fall morgen eine Topfpflanze zulegen, damit mein Balkon nicht zu leer ist - ich sollt nur aufpassen, dass ich nicht zu Marihuana greife...
Sieht dein Fabrizio nur auf dem Foto aus wie Robbie Williams, oder auch in Natura?
AntwortenLöschenStimmt Robbie Williams :) lol is mir noch nie so aufgefallen - aber in natura ist er sehr klein und hat irgendwie andere Züge...
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